Von der Warnung der Kanzlerin vor einer Einmischung der USA in bevorstehende Landtagswahlen bis hin zum wachsenden Druck auf die Trinkwasserressourcen in Deutschland: Hier ist, worüber wir diese Woche bei The Local sprechen.
Diese Woche gab Bundeskanzler Friedrich Merz sein Sommerinterview vor einem Saal voller Journalisten in Berlin. Die jährliche Pressekonferenz mit der Kanzlerin hat in der deutschen Politik Tradition und findet kurz vor den Sommerferien des Bundestages statt.
Mit einer Zustimmungsrate, die die niedrigste aller Zeiten für einen amtierenden Kanzler ist, war Merz bestrebt, die seiner Ansicht nach jüngsten Erfolge seiner Regierung hervorzuheben, nämlich unter anderem eine Reihe von Reformen in den Bereichen Arbeits- und Privatleben, Sozialleistungen, Steuern und Gesundheitsfürsorge.
Doch während des Interviews tauchte ein weniger erwartetes Thema mit beängstigenden Auswirkungen auf: ein von der US-Regierung unterstütztes Subventionsprogramm, das nach Ansicht einiger dazu genutzt werden könnte, den Einfluss der Alternative für Deutschland vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu stärken.
Das US-Außenministerium sagt, sein kürzlich gestartetes 3-Millionen-Dollar-Zuschussprogramm zielt darauf ab, „Demokratie und Menschenrechte auf der ganzen Welt zu verteidigen“. In einem Guardian-Bericht wird jedoch ein ehemaliger Beamter des Außenministeriums mit den Worten zitiert, der Plan sei Teil der „Bemühungen des Außenministeriums, den Umfang der Wahlen in Europa zu kontrollieren“.
Als er zu diesem Thema befragt wurde, wies Merz darauf hin, dass das deutsche Gesetz es politischen Parteien verbiete, Gelder aus dem Ausland zu erhalten.
„Wir unsererseits mischen uns nicht in die US-Wahlen ein“, fügte er hinzu. „Im Gegenteil: Ich möchte nicht, dass sich die amerikanische Regierung oder regierungsnahe Institutionen in die deutschen Wahlen einmischen.“
Inwieweit ausländische Akteure – insbesondere Russland – Einfluss auf die deutsche Politik nehmen konnten, ist seit Jahren ein Thema, das Anlass zur Sorge gibt. Doch die Warnung des deutschen Spitzenpolitikers vor direkter politischer Einflussnahme durch die USA ist eine neue Entwicklung.
Merz äußerte sich in den letzten Monaten zunehmend, wenn auch immer noch vorsichtig, kritisch gegenüber US-Präsident Trump. Ein bemerkenswerter Fall war, als er Trumps Entscheidung, einen Angriff auf den Iran zu starten, kritisierte.
Aber Deutschlands Spitzenpolitiker ist Berichten zufolge im privaten Umfeld immer noch sehr freundlich zu ihm.
Anfang des Monats, beim Nato-Gipfel in der Türkei, hatten der Kanzler und seine Frau Charlotte beim Abendessen offenbar ein langes Gespräch mit Trump geführt.
Die Deutsche Presse-Agentur berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen, die drei hätten „die ganze Nacht“ über politische und private Themen gesprochen. Am Tisch saßen auch der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, der Generalsekretär der NATO, Mark Rutte, und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Sie aßen Rinderrippchen und Wolfsbarsch mit Artischocken und Weinblättern.
Wo ist das?
Foto: image Alliance/dpa | Christian Lademann
Das Foto oben ähnelt ein wenig einer Szene aus Kalifornien oder einem anderen Ort, an dem es kaum regnet und die Stauseen zur Neige gehen. Doch tatsächlich stammt dieses Foto aus dem deutschen Bundesland Hessen.
Leider ist Wasserknappheit in Deutschland und Mitteleuropa zu einem echten Problem geworden. Saisonale Niederschlagsmuster sind weniger vorhersehbar geworden, während Hitzewellen aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels häufiger geworden sind.
Nun droht einigen deutschen Städten Trinkwassermangel. Umweltminister Carsten Schneider sagte dem Spiegel diese Woche, dass die Schwere des Problems bislang unterschätzt werde.
„Wir werden in Zukunft schwere Konflikte um Wasser haben, auch in Deutschland“, sagte er.
Diese Woche hat die Stadt München Schritte unternommen, um ihre eigene Trinkwasserversorgung zu schonen: Sie forderte die Bürger auf, Wasser zu sparen, und erließ einen Erlass, der Menschen für bestimmte wasserintensive Tätigkeiten wie das Waschen von Autos zu Hause oder das Bewässern von Gärten während des Tages mit einer Geldstrafe bestrafen kann.
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Mittlerweile gibt der Deutsche Städtetag an, dass 80 Kommunen bereits in jedem heißen Sommer ähnliche Verordnungen erlassen müssen.
In Kaub, einem zentralen Punkt am Rhein in Deutschland, lagen die Wasserstände am Mittwoch auf einem Rekordhoch für diese Jahreszeit. Bereits unter dem Niveau, das für die sichere Durchfahrt vollbeladener Schiffe erforderlich ist.
Deshalb fahren Frachtschiffe mit reduzierter Ladung auf dem Fluss, der rund 80 Prozent des deutschen Flusstransports abwickelt.
Das Foto oben zeigt die Anlegestellen Edertal-Edersee am 16. Juli. Kurioserweise tauchen bei sinkendem Wasserspiegel im Stausee die Überreste antiker Städte auf, die das Tal vor dem Bau der Edertalsperre bewohnten. Die ehemaligen Orte Asel, Berich und Bringhausen heißen heute „Edersee Atlantis“.