Der Tampa International Airport verlagert im Rahmen des neuen TSA Gold+-Programms den Großteil seiner TSA-Überprüfungsvorgänge an einen privaten Auftragnehmer.
Die Kontrollpunkte werden weiterhin gemäß den TSA-Vorschriften betrieben und die Bundesaufsicht bleibt bestehen. Die Personal- und Erkennungstechnologie würde zu einem privaten Anbieter wechseln, wobei die Umstellung für den 31. Mai 2027 geplant ist.
Für Tampa ist das Argument Resilienz. Ein privat betriebener Kontrollpunkt ist weniger anfällig für bundesstaatliche Schließungen und Personaldruck, der entsteht, wenn TSA-Agenten ohne sofortige Bezahlung arbeiten. Der Flughafen möchte außerdem mehr Flexibilität, um die Infrastruktur und Technologie der Kontrollpunkte zu verbessern, ohne auf Washington warten zu müssen.
Für die derzeitigen TSA-Beamten bedeutet die Änderung eine neue Arbeitsrealität. Sie können weiterhin am selben Flughafen arbeiten, jedoch nicht unbedingt mit demselben Bundesstatus, denselben Sozialleistungen oder demselben Schutz im öffentlichen Dienst. Eine Position als Auftragnehmer könnte die Kontrollpunktrolle beibehalten und gleichzeitig die Beziehung des Mitarbeiters zur Bundesregierung verändern.
In Europa ist diese Unterscheidung weniger ungewöhnlich. Deutschland betrachtet die Passagierkontrolle als eine hoheitliche Sicherheitsaufgabe, private Sicherheitsunternehmen führen die Kontrollen jedoch häufig unter staatlicher Aufsicht durch.
In Großbritannien legt die Regierung die Luftsicherheitspolitik fest, während Flughäfen Kontrollpunkte in einem regulierten Rahmen betreiben.
Die Regierung gibt den Kontrollpunkt nicht auf. Legt die Regeln fest, prüft die Einhaltung und behält die Befugnis, die Regeln durchzusetzen. Der private Betreiber stellt in diesem Rahmen die Arbeitskräfte, das Management und die Ausrüstung zur Verfügung.
Tampa bewegt sich in diese Richtung, allerdings mit einer komplizierteren amerikanischen Geschichte. Die TSA wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September gegründet, weil das bisherige Überprüfungssystem das öffentliche Vertrauen verloren hatte. Die Föderalisierung der Belegschaft war Teil der Lösung. Daher bringt jede Rückkehr zur Privatvorführung in den Vereinigten Staaten mehr historischen Ballast mit sich als in Europa.
Das bestehende Screening-Partnerschaftsprogramm erlaubt bereits private Screener unter TSA-Aufsicht an Flughäfen wie dem San Francisco International Airport, dem Kansas City International Airport und dem Orlando Sanford International Airport. Gold+ geht noch einen Schritt weiter und erweitert die Privathaftpflicht in der Checkpoint-Technologie.
Befürworter sehen eine Möglichkeit, die Flughafensicherheit weniger anfällig für Funktionsstörungen des Bundes zu machen. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass Arbeitsplätze, Sozialleistungen und Verhandlungsmacht des Bundes auf private Auftragnehmer verlagert werden.

Tampa wird nun testen, inwieweit der TSA-Rahmen nach dem 11. September noch davon abhängt, dass es sich um ein Bundesabzeichen handelt. Die Regeln bleiben föderal. Die Frage ist, ob Passagiere, Mitarbeiter und Politik das für ausreichend halten, wenn die Leute, die an der Kontrollstelle arbeiten, nicht mehr direkt für die Agentur arbeiten.

