Am 9. Juli beauftragte Deutschland die Entwicklung einer Marine-Laserwaffe, die voraussichtlich 2029 in Dienst gestellt wird. Das von MBDA Deutschland und Rheinmetall Waffe Munition entwickelte System soll den Schutz von Schiffen vor Drohnen und anderen Luft-, See- und Landzielen verbessern.
Der Vertrag wandelt Tests in ein kampfbereites System um.
Laut rheinmetall hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den Vertrag mit der Marinedemonstrationsarbeitsgemeinschaft für Hochenergielaser (ARGE HEL) unterzeichnet.
Die ARGE HEL besteht aus MBDA Deutschland und Rheinmetall Waffe Munition. Die beiden Unternehmen gründen außerdem ein Joint Venture, das sich der Überwachung des Programms widmet.
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Die Vereinbarung markiert den Übergang von jahrelangen Technologiedemonstrationen zur Entwicklung eines kampfbereiten Betriebssystems. Nach Angaben von Rheinmetall soll die Marine-Laserwaffe im Jahr 2029 in Dienst gestellt werden.
Die Technologie soll die Verteidigung der Deutschen Marine stärken, insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes von Drohnen und Angriffen unbemannter Flugsysteme.
Roman Koehne, Leiter der Waffen- und Munitionssparte von Rheinmetall, sagte, das Projekt zeige den Grad der technologischen Reife, der erreicht werde, wenn Rheinmetall und MBDA ihre komplementären Fähigkeiten in einem Gesamtsystem bündeln.
Laut Koehne wird die Waffe den Schutz der auf Kriegsschiffen eingesetzten Soldaten, insbesondere vor Drohnen, deutlich verbessern. Er berichtete auch, dass die Massenproduktion hauptsächlich in Deutschland erfolgen werde.
Die Marine-Laserwaffe wurde ein Jahr lang getestet
Das Programm basiert auf dem High Energy Laser (HEL)-Demonstrator, der an Bord einer Fregatte der Deutschen Marine einer umfangreichen einjährigen Testkampagne unterzogen wurde.
In operativen Evaluierungen konnte der Demonstrator seine Wirksamkeit gegen verschiedene Bedrohungen unter Beweis stellen. Die Liste der getesteten Ziele umfasste Luft-, See- und Landobjekte unter Bedingungen, die für ihren Betrieb als realistisch angesehen wurden.
Die Ergebnisse bestätigten die Tracking-, Beteiligungs- und Integrationsfähigkeiten der Technologie. Diese Phase gab den deutschen Verteidigungsbehörden die Zuversicht, die nächste Entwicklungsphase zu genehmigen.
Thomas Gottschild, CEO der MBDA Deutschland GmbH und Executive Vice President für Strategie und zukünftiges Wachstum bei MBDA, beschrieb das System als Flaggschiff und hochentwickeltes Technologieprojekt.
Laut Gottschild entspricht die Technologie den spezifischen Anforderungen der Bundeswehr und soll die Abwehr der Deutschen Marine gegen Bedrohungen aus der Luft, zu Wasser und zu Land deutlich stärken.
Die Führungskraft fügte hinzu, dass der in einem Container installierte Lasereffektor auch für die Hafensicherheit und andere Anwendungen wirtschaftlich sinnvoll sein könnte.
Die Technologie bietet Impfstoffe, solange es Strom gibt
Laserwaffen gelten als relevante Komponente für die zukünftige Marineluftverteidigung, da sie Drohnen, Raketen und andere aufkommende Bedrohungen mit Lichtgeschwindigkeit angreifen können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen raketengestützten Abfangjägern verfügen diese Systeme über eine praktisch unbegrenzte Ladekapazität, solange das Schiff über genügend elektrische Energie verfügt, um seinen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Ein weiterer Vorteil des Materials ist die deutliche Reduzierung der Kosten pro Schuss. Die Kombination dieser Merkmale ermöglicht es der Technologie, traditionelle Verteidigungssysteme bestehend aus Raketen und Kanonen zu ergänzen.
Diese Möglichkeit gewinnt an Bedeutung für Marinen, die auf die wachsenden Bedrohungen durch Drohnen und Schwarmangriffe reagieren müssen.
Die Produktion soll überwiegend in Deutschland erfolgen.
Rheinmetall berichtete, dass der Großteil der Serienproduktion in Deutschland stattfinden werde. Es wird erwartet, dass dieser Schritt die verteidigungsindustrielle Basis des Landes stärkt und seine technologische Souveränität in einem strategischen Bereich bewahrt.
Die Kooperation bündelt die Expertise von MBDA im Bereich Lenkwaffensysteme und die Kompetenzen von Rheinmetall in den Bereichen Sensorik, Feuerleitung und Hochenergielasertechnologien.
Neben der Fertigung soll das Programm auch neue Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten im Land schaffen. Für Unternehmen könnte diese Entwicklung dazu führen, dass Deutschland zu den führenden Ländern bei der Herstellung einsatzbereiter Marine-Laserwaffen gehört.