Europas heimische Gottesanbeterinnen stehen vor einer tödlichen neuen Bedrohung: invasive Weibchen, die mit Partnern verwechselt werden

Europas heimische Gottesanbeterinnen sind einer ungewöhnlichen und tödlichen neuen Bedrohung ausgesetzt: einem Fall von Verwechslung. Zwei große Arten invasiver Gottesanbeterinnen breiten sich in Teilen Europas aus und einheimische Männchen scheinen nicht in der Lage zu sein, sie von ihrer eigenen Art zu unterscheiden, bis es zu spät ist.

Was passiert?

Da diese eingeführten Gottesanbeterinnen ihr Verbreitungsgebiet in Europa erweitern, kreuzen sie sich häufiger mit den einheimischen europäischen Gottesanbeterinnen.

Laut Discover Wildlife beschränkt sich die Gefahr nicht nur auf den Wettbewerb um Platz. Forscher fanden heraus, dass einheimische Männchen manchmal größere invasive Weibchen als Partner behandeln und diese Begegnungen damit enden können, dass die Männchen angegriffen und gefressen werden.

Da invasive Weibchen größer und kräftiger sind, kann ein Balzversuch für das heimische Männchen schnell tödlich enden.

In der Praxis werden einheimische Männchen aus der Brutpopulation entfernt, obwohl sich invasive Arten weiterhin in neuen Gebieten etablieren.

Warum ist es wichtig?

Wenn invasive Arten in ein neues Ökosystem eindringen, ist der Schaden nicht immer sofort erkennbar. In diesem Fall entsteht die Störung durch Paarungsverhalten, was es für einheimische Mantis-Populationen noch schwieriger machen könnte, ihre Zahl aufrechtzuerhalten.

Mantis sind Raubtiere, die Insektengemeinschaften mitgestalten, sodass Veränderungen in ihrer Population weitreichendere Auswirkungen haben können. Wenn einheimische Arten zurückgehen, kann dies die Art und Weise verändern, wie lokale Ökosysteme andere Insekten regulieren, einschließlich solcher, die Gärten, Bauernhöfe und andere Grünflächen befallen.

Für Gemeinden, die bereits versuchen, die Artenvielfalt wiederherzustellen, kann diese Art von Störung den Fortschritt in Richtung eines gesünderen Ökosystems verlangsamen. Invasive Arten können lokale Nahrungsnetze schwächen, die Widerstandsfähigkeit einheimischer Wildtiere verringern und neue Belastungen für Naturschutzgruppen darstellen, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten.

Der Verlust der biologischen Vielfalt wird nicht immer nur durch Bulldozer oder Umweltverschmutzung verursacht. Manchmal beginnt es mit eingeführten Arten, die sich stillschweigend ausbreiten, bis einheimische Tiere nicht mehr mithalten können oder, in diesem Fall, einen Paarungsfehler nicht mehr überleben können.

Was wird getan?

Wissenschaftler und Naturschützer verfolgen, wo diese Gottesanbeterinnen auftauchen und wie schnell sie sich ausbreiten. Die Überwachung von Sichtungen ist besonders wichtig, da die Früherkennung Forschern und Beamten eine bessere Möglichkeit bietet, lokale Auswirkungen zu verstehen, bevor invasive Populationen noch schwieriger zu kontrollieren werden.

Auch Citizen Science kann eine wichtige Rolle spielen. Fotos und Berichte, die über örtliche Wildtierüberwachungsprogramme oder Biodiversitäts-Apps eingereicht werden, geben Experten mehr Informationen darüber, wo Insekten vorkommen.

Zu den praktischen Präventionsmaßnahmen gehören die Vermeidung der Freilassung von Haustieren oder gebietsfremden Insekten, Vorsicht beim Transport von Pflanzen oder Materialien im Freien, die Eier enthalten könnten, und die Unterstützung von Bemühungen zum Schutz von Lebensräumen, die einheimischen Arten eine bessere Chance zum Gedeihen geben.

Eine strengere Berichterstattung, eine bessere Biosicherheit und eine schnellere Reaktion vor Ort können die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein ökologisches Problem schwieriger zu bewältigen ist.

Die Situation zeigt, wie invasive Arten Ökosysteme auf unerwartete Weise verändern und den Fortschritt im Naturschutz gefährden können.